
Wenn es draußen kalt und ungemütlich ist gibt es für viele Menschen kaum etwas schöneres, als sich in der Sauna dem wohligen Schwitzen hinzugeben. Und das tut nicht nur gut, es ist auch gut für die Gesundheit: Der Wechsel von Heiß und Kalt, von Anregung und Entspannung, hat einen stärkenden Effekt auf das Immunsystem und hilft, Erkältungen vorzubeugen. Denn während der Schwitzphase erhöht sich die Körpertemperatur auf bis zu 39° C. Dadurch werden – wie bei echtem Fieber – Krankheitserreger zerstört. Außerdem entspannt das Saunieren die Muskulatur, regt Kreislauf und Stoffwechsel an und senkt den Blutdruck. Und nach dem Saunieren fühlt man sich einfach pudelwohl. Viele gute Gründe, es einmal auszuprobieren!
Saunieren für die Schönheit
Manch einer mag sich fragen, ob so viel Hitze nicht der im Winter ohnehin häufig gestressten Haut schadet. Aber ganz im Gegenteil: Der Wechsel von Hitze und Kälte ist vielmehr ein effektives Training für die Blutgefäße, die sich abwechselnd weiten und verengen. Durch das Schwitzen quillt außerdem die oberste Hornschicht der Haut auf, verhornte Hautzellen lösen sich – der Körper wird schonend aber gründlich gereinigt und die Haut wird strahlend schön. Bei sehr trockener Haut wird durch eine Aktivierung der Schweißdrüsen und durch die Wassereinlagerungen sogar die Hautstruktur verbessert.
Sauna ist nicht gleich Sauna
Jede Sauna hat ihr eigenes Klima und entfaltet auf den Saunagänger eine spezielle Wirkung. Probieren Sie doch einfach mal verschiedene Saunaarten aus und finden Sie heraus, was Ihnen am besten liegt! Zum Beispiel:
Wer Sauna sagt, meint meist die in Deutschland besonders weit verbreitete finnische Sauna. Sie besteht typischerweise aus Holz und hat Temperaturen von bis zu 95°C. Die heiße Luft zirkuliert von einem Ofen aufsteigend in Richtung Decke, deshalb ist es auf den oberen Sitzbänken am heißesten. Die Luftfeuchtigkeit in einer finnischen Sauna ist sehr gering, kann aber durch einen Saunaaufguss mit Wasser oder besonderen ätherischen Ölen gesteigert werden. Ein Saunagang dauert ca. 8 bis 15 Minuten.
Wenn es Ihnen in der finnischen Sauna zu heiß und zu trocken ist, probieren Sie doch einmal eine Biosauna bzw. ein Sanarium aus: Hier herrschen nur ca. 45 bis 60°C, bei einer Luftfeuchtigkeit von 40 bis 60%. In der Biosauna wird häufig zusätzlich mit ätherischen Ölen oder einer speziellen Beleuchtung (Lichttherapie) gearbeitet. Biosauna und Sanarium gelten als kreislaufschonender als die klassische Sauna und helfen häufig bei hohem Blutdruck. Ein Saunagang beträgt bis zu 30 Minuten.
Relativ niedrige Temperaturen (40 bis 50°C), dafür aber eine Luftfeuchtigkeit von bis zu 100%: das ist typisch für das Dampfbad. Die Kombination von hoher Luftfeuchtigkeit und relativ niedriger Temperatur unterstützt besonders gut den Gesundungsprozess bei Atemwegserkrankungen und wirkt sich günstig bei rheumatischen Beschwerden aus.
Das Türkische Dampfbad oder Hamam stammt aus dem arabischen Raum, ist aber mittlerweile auch in Deutschland verbreitet. Im Hamam spielen neben gesundheitlichen Aspekten die Reinigung (das Baden bzw. Seifenschaummassage) und die Schönheitspflege eine große Rolle. Die Temperaturen sind mit maximal 45°C eher gemäßigt, der Kreislauf wird deshalb wenig beansprucht. Nach einem 20- bis 30-minütigen Saunagang folgt eine Ruhephase auf vorgewärmten Marmorsteinen. Zum Angebot eines Hamams gehören meist (Öl-)Massagen und Peelings, häufig auch Säfte, getrocknete Früchte und Tees.
Der klassische Saunagang – so geht’s
Duschen Sie vor dem Betreten der Sauna und trocknen Sie sich danach gut ab, sonst wird das Schwitzen verzögert. Verweilen Sie anschließen ca. 8 bis 15 Minuten in der Sauna – entweder sitzend oder liegend, aber aus hygienischen Gründen immer mit einem untergelegten Handtuch. Als ungeübter Saunagänger sollten Sie sich zunächst an die unteren Sitzbänke halten, da hier die Hitze geringer ist. Nach dem Saunagang ist es sinnvoll, zunächst einige Schritt an der frischen Luft zu gehen, um die Lunge zu aktivieren und die Atemwege abzukühlen. Danach folgt eine kalte Dusche, ein kalter Guss oder ein kaltes Tauchbad. Wenn vorhanden, können Sie sich auch in einem See abkühlen oder mit gestoßenem Eis abreiben. Anschließend legen Sie eine mindestens 15-minütige Ruhepause im Ruheraum ein, eingewickelt in einen gemütlichen Bademantel. Natürlich können Sie die Ruhephase nach Lust und Laune ausdehnen und dabei zum Beispiel ein gutes Buch lesen.
Wiederholen Sie diese Prozedur bis zu dreimal, und Sie werden feststellen, wie Sie sich allmählich herrlich entspannen! Achten Sie auf jeden Fall darauf, den Flüssigkeitsverlust des Schwitzens durch viel Trinken auszugleichen.
Sauna-Genuss bei den HVB BKK AktivTagen
Haben Sie Lust bekommen auf einen Besuch in der Sauna oder im Dampfbad? Informieren Sie sich über unsere AktivTage – die meisten Hotels haben einen Wellness-Bereich, wo Sie verschiedene Saunen ausprobieren können.