Zugegeben, der letzte Winter war hart – und zu Hause war es warm und bequem. Zum Glück erwachen mit den ersten frühlingswarmen Sonnenstrahlen auch die Lebensgeister wieder und wollen ins Freie. Dumm nur, wenn die Zeit auf dem Sofa ihren Tribut gefordert hat und die gute Form vom letzten Sommer dahin ist. Aufbauarbeit ist gefragt, aber bitte kein Gewaltprogramm! Viele Fitmacher lassen sich ganz einfach in den Alltag integrieren. Und wenn es doch lieber ein richtiges Sportprogramm sein soll, dann am besten eines, das die Gelenke nicht allzu sehr belastet. Hier die besten Tipps für einen bewegteren Alltag:
Geht doch!
Nehmen Sie diesen Tipp ruhig wörtlich: Gehen hält fit und ist für uns Menschen die natürlichste Form der Bewegung. Lassen Sie das Auto oder die öffentlichen Verkehrsmittel also ruhig mal stehen, steigen Sie z. B. eine Station eher aus dem Bus aus und gehen Sie den Rest zu Fuß. Oder stellen Sie das Auto auf dem Parkplatz in die hinterste Ecke. Im Haus lassen Sie öfter mal den Aufzug allein fahren und nehmen Sie die Treppe. Am besten ohne Geländer – oder nehmen Sie mal 2 Stufen auf einmal. Zwischen 7.000 und 10.000 Schritte täglich werden übrigens von Medizinern empfohlen. Schaffen Sie die problemlos – oder wo können Sie in Ihrem Leben noch mehr Geh-legenheit schaffen?
Rauf aufs Rad!
Wohnen Sie in halbwegs erträglicher Entfernung von Ihrem Arbeitsplatz oder Ihren Einkaufsmöglichkeiten? Dann holen Sie jetzt Ihren Drahtesel aus dem Keller. Radeln an der frischen Luft bietet zahlreiche positive Nebeneffekte: Als typische Ausdauersportart erhält und verbessert es die Leistungsfähigkeit des Herz-Kreislauf-Systems und kräftigt die Beinmuskulatur. Außerdem ist es gelenkschonend – Radeln ist auch für Menschen mit Knie- und Hüftgelenkbeschwerden hervorragend geeignet. Außerdem fördert Radfahren die Gleichgewichtsfähigkeit und die Koordination und bewirkt zudem eine Abhärtung gegenüber Erkältungen und Infektionen. Das alles ist natürlich auch für die Freizeit ideal, ob allein, zu zweit oder mit einer ganzen Gruppe. Aber bitte Vorsicht beim Radeln – tragen Sie am besten einen Helm.
Ab in den Garten!
Sie haben einen eigenen Garten, aber keinen Gärtner? Dann müssen Sie sich um Ihre Fitness keine allzu großen Gedanken machen. Graben, hacken, düngen, pflanzen und säen – all das fördert die Beweglichkeit und zahlreiche Muskelgruppen. Und das nicht nur im Frühjahr, sondern ganzjährig. Ihr „Garten“ ist nur ein Gärtchen oder beschränkt sich auf 2,5 qm Balkon? Eine gewisse Grundfitness holen Sie auch bei der Hausarbeit – ganz besonders bei einem ausgiebigen Frühjahrsputz.
Es soll doch „richtiger“ Sport sein, und gerne auch in der Freizeit? Auch hier kommen Sie ohne viel Aufwand wieder in Form.
Sanft einsteigen: Nordic Walking
Was machen Sie in Ihrer Mittagspause? Gönnen Sie Ihrem Körper eine Runde Nordic Walking. Durch das Abstützen auf den Stöcken werden Bauch-, Brust- und Armmuskulatur zusammen mit den Beinen trainiert – und Wirbelsäule und Gelenke gleichzeitig entlastet. Auch Verspannungen in der Schulter- und Nackenmuskulatur können dabei gelockert werden. Bevor Sie loslaufen, machen Sie allerdings bitte zunächst einen Kurs, um die richtige Technik zu erlernen.
Viel Spaß auf 8 Rollen: Inline-Skating
Jetzt sausen sie wieder: Inline-Skating macht richtig viel Spaß. Die harmonischen Bewegungsabläufe schonen die Gelenke und straffen Muskeln und Gewebe. Kraft, Ausdauer und Koordination werden trainiert. Ein toller Sport – vielleicht sogar für Ihren Weg zur Arbeit? Ein ausführliches Techniktraining im Vorfeld ist allerdings Pflicht, ebenso Kopfschutz, Knie-, Ellenbogen- und Handgelenkschoner.
Oder mögen Sie es etwas ausgefallener? Bei Skike (zusammengesetzt aus Skate und Bike) gleiten Sie auf vier luftbefüllten Rollen und sorgen mit Nordic-Blading-Stöcken für den nötigen Schwung. Das schont die Gelenke und trainiert beinahe alle Muskelgruppen des Körpers. Mehr dazu erfahren Sie hier.