Die gute Nachricht für alle HVB BKK Versicherten vorab: Ihr Beitrag bleibt stabil. Die HVB BKK erhebt – anders als andere Krankenkassen – keinen Zusatzbeitrag. Und das bei hervorragenden Leistungen.
25.01.2010: Etliche Krankenkassen geben in einer gemeinsamen Presseerklärung bekannt, dass sie demnächst Zusatzbeiträge von ihren Versicherten erheben. Damit scheint ein wesentlicher Bestandteil der Gesundheitsreform gescheitert – schließlich lautete deren Ziel ja „Wettbewerb über die Leistung schaffen, nicht über den Preis“.
Zusatzbeiträge – wie ist das möglich?
Bereits seit der Einführung des Gesundheitsfonds zu Beginn 2009 haben die gesetzlichen Krankenkassen die Möglichkeit, einen Zusatzbeitrag zu erheben, falls sie mit dem Einheitsbeitrag für jeden Versicherten nicht auskommen. Der Zusatzbeitrag kann entweder bis zu einem Betrag von 8 Euro pauschal oder prozentual erhoben werden. Dann darf er max. ein Prozent der jährlichen Bruttoeinnahmen (bis zur Beitragsbemessungsgrenze) betragen. Für das Jahr 2010 sind dies somit max. 37,50 Euro pro Monat. Dieser Zusatzbeitrag muss komplett vom Mitglied gezahlt werden. Soviel zum gesetzlichen Rahmen.
Was sind die Hintergründe?
Fakt ist: Die Finanzausstattung des Gesundheitsfonds war von Anfang an nicht kostendeckend geplant: Kostensteigerungen bei Arzthonoraren, Krankenhausvergütungen und Arzneimittelversorgung, dazu die Finanzierung versicherungsfremder Leistungen sowie krisenbedingte Einnahmeausfälle kamen hinzu. Schätzungen sehen derzeit für 2011 ein Defizit von ca. 9 Milliarden EUR. Die Krankenkassen haben verschiedene Möglichkeiten zu reagieren: Durch das Abschmelzen der gesetzlichen Rücklagen (insgesamt 4 Milliarden EUR), durch Fusionen (so wie einige Krankenkassen es bereits gemacht haben) – oder aber durch die Erhebung von Zusatzbeiträgen. Ein unangenehmer, aber ehrlicher Weg, den ganz aktuell etliche Kassen jetzt beschreiten müssen.
Gesundheitswissenschaftler Professor Günter Neubauer vom Münchener Institut für Gesundheitsökonomik hierzu: „Zusatzbeiträge sind eine gesetzlich verankerte und politisch gewollte Säule zur Finanzierung der gesundheitlichen Versorgung in Deutschland… Die durch den Gesetzgeber angelegte Finanzarchitektur des Fonds hat zur Konsequenz, dass die meisten Krankenkassen im Laufe des Jahres 2010 Zusatzbeiträge nicht vermeiden können.“ Die HVB BKK gehört nicht dazu.
Und warum kann der Beitrag der HVB BKK in einer solchen Situation stabil bleiben?
Eine Frage – drei klare Antworten: Wir erheben keinen Zusatzbeitrag, …
- weil wir in den letzten Jahren gut gewirtschaftet haben,
- weil wir unsere Strukturen bewusst schlank halten,
- und weil Sie unser Präventionsprogramm so gut annehmen.
Hinweise zu den ersten beiden Punkten gab bereits unser letzter
Geschäftsbericht: Unser Überschuss von 3,3 Millionen EUR erweist sich jetzt als ein gesundes Polster, das Ihnen derzeit den zusätzlichen Griff ins Portemonnaie erspart. Auch unsere niedrigen Verwaltungskosten tragen dazu bei, dass wir den Beitrag für Sie stabil halten können.
Aber auch Sie selbst als unsere Versicherten tragen mit zur Beitragsstabilität bei. Unser „aktiver leben“ Konzept mit den zahlreichen Präventionsmaßnahmen kommt bei Ihnen so gut an, dass Sie gesünder bleiben und sich unsere Ausgaben für medizinische Behandlungen im Rahmen halten. Ein Weg, den wir deshalb unbedingt konsequent weitergehen werden – für Sie und mit Ihnen.
Auch wenn stabile Beiträge wichtig sind: Auf die Leistung kommt es an!
Natürlich gilt auch für uns: Gesundheit wird nicht billiger werden. Selbstverständlich freuen wir uns mit Ihnen darüber, dass wir Sie zu diesem Zeitpunkt nicht weiter belasten müssen. Gerade weil man die künftigen Kosten und Kostensteigerungen aber noch nicht genau abschätzen kann, gewinnt die Konzentration auf die Leistungen an Bedeutung. Mit unseren umfangreichen Extraleistungen werden Sie auch in Zukunft davon profitieren. Und Sie können sicher sein, dass wir gemäß unserem Motto auch weiterhin für Sie aktiv sind und die Leistungen weiter ausbauen.